Farmerboys, (had), Papa Roach

Easy auensee, leipzig, 15.Februar 2001

Dieser Tage fliegen keine Petty-Coats mehr, no Slips -- no Wonderbras. Schade eigentlich???

NEIIIN ! Weit gefehlt !!!! Heutzutage fliegen eben andere Sachen: Sänger zum Beispiel und Hochleistungssportler und Leute wie Du und ich. Bemerkenswert dabei: An diesem denkwürdigen Abend im Leipziger Haus Auensee flogen beim Haupt-Act alle Genannten und zwar vereint in der Person des P-Roach Frontmans COBY DICK (missed a dick .....?!) J zuguterletzt kopfüber vom 3-Meter-Boxenturm, hinein in die tobende Menge, von welcher er sich an diesem Abend meist kaum trennen konnte (übrigens sehr zum Leidwesen seiner Bühnenkleidung JJ ).

Aber Eines nach dem Anderen. Schon geraume Zeit vor dem ersten Dröhnen der Lautsprecher drehten sich die Köpfe des, mehr als vollzählig erschienen, Publikums erstaunt in alle Richtungen. Zu sehen gab es eine schier erdrückende Präsenz an Fernseh-Aufzeichnungstechnik. Vom Riesen-Kamerakran bis hin zu den schwankenden Schultern der Kameraleute - alles strotzte regelrecht vor Okularen und Linsen. Der Grund dafür --> Branchenkrösus MTV hatte ( in weiser Voraussicht ) diesbezüglich auffahren lassen, was nur irgendwie in die Halle passte. Und zwar zu Recht! Egal ob von oben, von unten, von der Seite oder wo auch immer - die Leistungen, sowohl der drei hochmotivierten Bands als auch des regelrecht bewegungsgeilen Publikums, dürften diesen Aufwand mehr als gerechtfertigt haben.

Die Farmerboys, selbst schon als Haupt-Act unterwegs gewesen, meisterten ihre Aufgabe als Opener mit Bravour, trotz etwas stiefmütterlicher Behandlung durch die Ton- und Lichttechniker. Ihren Fans schien`s egal --> Partystimmung also schon von Anfang an.

Deutlich verbesserten Sound und endlich auch einen sichtbaren Sänger gab es dagegen schon bei der zweiten Nummer des Abends. (had) - laut, knallhart, präzise. Die Band legte die gesamte Energie eines kompletten Konzertabends in ihren 30-minuten-set, mit dem Ergebnis, daß nur die pure Masse des Publikums den Hallenboden am Abheben gehindert haben dürfte.

Spätestens am Ende dieses furiosen zweiten Aktes beschlichen den Autor dieses Artikels ernsthafte Zweifel daran, ob die mit Spannung erwarteten Headliner des Abends angesichts des bisher Gebotenen noch zu einer Steigerung in der Lage sein würden und somit ihrer Rolle als Top-Act würden gerecht werden können.

Doch mit einem Wort: P-Roach enterten die Bühne und machten kurzen Prozess !! Nicht etwa nur mit Bedenken dieser Art UND ihrem `wieso-eigentlich?-ruf` des One-Hit-Wonders: Vielmehr fegten die Jungs mit vehementem Doppelschwung Befindlichkeiten ALLER Art aus den Köpfen der Anwesenden.

Zurück blieb eine irre Stimmung allgemeiner und unbekümmerter Begeisterung, welche den weiteren Abend, für Band und Publikum, zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben dürfte.

HAWE

 

 

 

 

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